Mein Angebot

Einzel- und Traumaarbeit

Umgang mit Krisen, Konflikten, Entscheidungssituationen

Jeder Mensch in Gezeiten der Veränderung braucht Zuhören, vorurteilsloses Angenommensein, Freundlichkeit, Sorgfalt und das Besprechen von Möglichkeiten und Grenzen. Ich begegne Ihnen als ein Mensch, der aus seinen eigenen verarbeiteten Verletzungen und Verwundungen heraus solidarisch mit Ihnen sein will. Wenn eine Krise „zuschlägt“- sei es das Zerbrechen einer Ehe, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Erkrankung oder andere Katastrophen, und die äußere Struktur in sich zusammenzufallen beginnt, sind wir gezwungen, auf neue Weise zu schauen, zu hören und zu fühlen, die das gewohnte überschreitet. Ich unterstütze Sie dabei, Vergangenes und sich selber darin ungeschminkt und gleichzeitig mit liebender Zuwendung anzuschauen, Bilanz zu ziehen, Ansätze für eine Neuorientierung zu entdecken- so könnte die Lebenskrise sich als versteckter Segen und als Chance zur Richtungsänderung aus Sackgassen der Gewohnheit und Selbstzufriedenheit erweisen. Sie allein entscheiden dabei, wie intensiv und wie lang dieser Prozess sein wird. Mein Ziel ist, Ihnen bei der Entwicklung eines „inneren Navigationssystems“ zu helfen für die Suche nach einem guten Platz in der Welt.

Wenn Liebe fremdgeht

Eine Affäre wird oft als Scheitern einer mit wunderbaren Gefühlen gestarteten Liebe erlebt. Als persönliches Versagen des untreuen Partners. Oft auch als Fehler des betrogenen Partners, der glaubt, dem anderen nicht genügt zu haben. Aber keiner muss etwas falsch gemacht haben. Der Haken liegt nicht unbedingt bei den Personen, er liegt im Modell. Die meisten Paare wünschen sich eine romantische und zuverlässige Partnerschaft. Aber sie entkommen nicht der Paradoxie, dass mit dem Vertrauen die Sehnsucht schwindet. Was man hat, begehrt man nicht mehr. Und so bleibt die Frage offen: Wie finden wir einen Weg aus dem Dilemma, Bindung und Begehren mit derselben Person zu erfahren?

Trennung tut weh

Kaum ein Ereignis verändert das Leben von Menschen mit ähnlicher Wucht wie der Verlust des Liebespartners. Das Ende der Beziehung löst oft traumatische Krisen aus. Wer von seinem Partner verlassen wird, ohne das Ende der Beziehung selbst gewollt zu haben, fühlt sich oft von dem Geschehen völlig überwältigt. Es geschieht etwas psychisch Gefährliches, man fühlt sich dem absolut hilflos ausgeliefert, man kann es nicht verhindern oder steuern. Man leidet unter den gleichen körperlichen und psychischen Problemen wie Menschen, die Opfer geworden sind von Kriminalität oder Gewalt, einer Naturkatastrophe oder Krieg und Terroranschlägen.

Traumatischer Liebeskummer lässt Menschen unter Ruhelosigkeit und Schlafstörungen leiden, sie entwickeln Konzentrationsstörungen, manche bekommen Kreislaufprobleme. Dazu kommt das seelische Leid- etwa quälende Erinnerungen, denen sich Verlassene machtlos ausgeliefert fühlen. Typisch ist auch Vermeidungsverhalten: Betroffene gehen Menschen, Orten und Dingen aus dem Weg, die an den Ex-Partner erinnern. Und viele entwickeln depressive Symptome, Lustlosigkeit gegenüber schönen Dingen, Rückzug-, manchmal auch Suizidgedanken.

Dieser Liebens-Schmerz verläuft in vier Phasen:

1. Unmittelbar nach der Trennung wird dieses Geschehen verleugnet. Man will nicht wahrhaben, dass der Partner einen verlassen hat. Betroffene appellieren an dessen Liebe und das gemeinsame bisherige Leben und versuchen, um die Beziehung zu kämpfen. Sie erleiden qualvolle Sehnsucht und Eifersucht.

2. Die Verlassenen fühlen sich falsch gesehen und behandelt, sie hadern, schreiben u.U. Rechtfertigungs- und Bittbriefe, Whatsapps und Emails an den Verflossenen, entwickeln Groll und Rachephantasien.

3. In der dritten Phase beginnt man, die Beziehung und die eigene Rolle darin stärker infrage zu stellen.

4. Nach ein bis zwei Jahren sollte die vierte Phase des Neuanfang, der Neuorientierung erreicht sein – auch nach einer tiefen Beziehung zu einem Partner, mit dem man sein Leben lange geteilt hat und weiter teilen wollte. Aber manche Menschen brauchen länger und zuweilen kommt es vor, dass sie über die Trennung gar nicht hinwegkommen. Zeit heilt nicht alle Wunden. Manche fühlen sich noch nach mehreren Jahren so, als seien sie gerade verlassen worden.

Und doch kann jede Trennung überwunden werden. Im Idealfall kann die Trennung dem verlassenen Partner dabei helfen, ein besseres Verständnis von sich selbst zu erreichen. Er erkennt, warum er seinen ehemaligen Partner so wichtig hat werden lassen. Das gelingt oft nur in einem längeren Begleitprozess und der kann schmerzhaft sein. Aber wem es gelingt, gewinnt an seelischer Stabilität und wird reifer und um sich selbst wissend in eine spätere Beziehung gehen.